
Während meiner musikalischen Ausbildung hatte ich Berührungspunkte mit vielen verschiedenen Musikstilen und Gesangstechniken. Und obwohl die zugrundeliegende Technik meist sehr ähnlich ist, gibt es ein paar stilistische Eigenheiten, die jedes Genre mit sich bringt. Mein Ansatz ist daher zunächst der Ausbau einer soliden Basis durch eine klassische bzw. neutrale Grundtechnik. Danach ist die Stimme bereit für stilistische Färbungen, wofür wir zusammen verschiedene Techniken aus Pop, Jazz, Blues, RnB, Gospel und Soul erarbeiten. Einen Überblick über die verschiedenen Stile bekommst du in den folgenden Abschnitten.
CLASSICAL
Was ist "Classical"?
Bei klassischem Gesang denken viele zunächst an Operngesang. Jedoch ist eine klassische Gesangstechnik die Grundlage für fast alle bekannten Stile und kann nicht einem Stil wie “Bel Canto“ – eine Art des klassischen Operngesangs – gleichgesetzt werden. Ich nutze klassische Gesangstechnik, um eine gesunde Grundlage für deine Stimme zu erarbeiten, die sich dadurch stilistisch entfalten kann.
Welche Techniken lernst du hier?
Aus der klassischen Gesangstechnik lernst du unter anderem vereinfacht die grundlegende Anatomie der Stimme, Warm-ups, Atemtechniken, muskulären Support, neutrale Vokale und einen neutralen Stimmsitz mit Fokus auf Brust- und Kopfstimme.
Wie klingt "Classical"?
Beispiele für einen neutralen (oder klassischen) Stimmsitz sind Lieder wie “You raise me up” von Josh Groban oder “Memory” von Elaine Paige.
VOCAL COACHING
POP MUSIC
Was ist Pop?
Moderner Pop reicht von ruhigen Balladen bis zu tanzbaren Beats. Der Stimmansatz verschiebt sich eher Richtung Nasalität und Vokale werden oft geschlossener und geschliffener gesungen (Diphthong).
Welche Techniken lernst du hier?
Stimmsitz-Variationen (nasal bis neutral), Ausbau der “Bridge“ (Mix), “Belt & Shout“, Pop-Vokale, Verzierungen (“Riffs“, “Scoops“) und weitere stil-typische Techniken.
Wie klingt Pop?
Beispiele für Balladen sind Lieder wie “All I ask” von Adele oder “You are the reason” von Calum Scott. Upbeat-Songs sind Lieder wie “Umbrella” von Rihanna oder “Stitches” von Shawn Mendes.
BLACK MUSIC
Was ist "Black Music"?
Der Ursprung von Black Music liegt in der afrikanischen und afroamerikanischen Geschichte und umfasst noch weitere als die oben genannten Genres. Obwohl sich diese Stile teils stark voneinander unterscheiden können, haben sie auch viele Gemeinsamkeiten. Vor allem Jazz und Blues bilden die Grundlage für viele Gospelsongs und haben Einfluss auf die musikalische Gestaltung der Akkordfolgen (“Jazz-Chords”) und gesanglichen Improvisationen (“Riffs & Runs”) im RnB, Gospel und Soul.
Welche Techniken lernst du hier?
Vor allem Improvisation (“Scat”, “Riffs”, “Runs”), Mehrstimmigkeit (Intervalle, Harmonielehre), Effekte (Fry, Growl, Yodel) und “Soul”.
Wie klingt "Black Music"?
Beispiele für die genannten Stile sind “How high the moon” von Ella Fitzgerald (Jazz), “Lonely Avenue” von Ray Charles (Blues), “If I ain’t got you” von Alicia Keys (RnB), “His eye is on the sparrow” von Lauryn Hill & Tanya Blount (Gospel), “Valerie” von Amy Winehouse (Soul)

